Dokumentationsstätte Regierungsbunker
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Sonderprogramm und -führungen
im Rahmen der Ahrweiler Freiheitswochen
vom 9. - 18. März 2018


Im Rahmen der Ahrweiler Freiheitswochen (mehr dazu www.freiheiter-aw.de) bietet die Dokumentationsstätte Regierungsbunker Sonderführungen, Familienführungen und Vorträge an.
Freitag,
09. März
Die Ballonflucht –
Vortrag mit Günter Wetzel
mit Anmeldung
> Möglichkeit einer Führung vorab um 17:00 Uhr
19.30 Uhr >>mehr
Samstag,
10. März
Zeitzeugenführung
mit Anmeldung
11.00 Uhr
12:30 Uhr
>>mehr
Sonntag,
11. März
Zeitzeugenführung
mit Anmeldung
11.00 Uhr
12:30 Uhr
 
Sonntag,
11. März
Spionage-Familienführung
mit Anmeldung
11.30 Uhr >>mehr

Freitag,
16. März

Eröffnung der
Ausstellung: SpionAGE
19.00 Uhr >>mehr
Samstag,
17. März
Zeitzeugenführung
mit Anmeldung
11.00 Uhr
12:30 Uhr
 
Sonntag,
18. März
Zeitzeugenführung
mit Anmeldung
11.00 Uhr
12:30 Uhr
 
Sonntag,
18. März
Spionage-Familienführung
mit Anmeldung
11.30 Uhr  
       

Die spektakuläre Ballonflucht aus der DDR
Mit dem Heißluftballon in die Freiheit

Vortrag in der Dokumentationsstätte Regierungsbunker

Ballon

Der Riss in der Hülle des Fluchtballons
(Foto: dpa)



In der Nacht vom 16. September 1979 gelang zwei Familien aus Thüringen etwas bis dahin einmaliges: sie flüchten mit einem selbstgebauten Heißluftballon in die Freiheit. Nach jahrelanger Planung und einem Fehlversuch drei Monate zuvor, hebt der Ballon um 2:32 Uhr im nächtlichen Heinersdorf ab. Auf einer kleinen Plattform kauern acht Menschen, vier Erwachsene und vier Kinder, die Familien Wetzel und Strelzyk, nicht wissend, wohin der Nachtwind sie tragen wird.

Plötzlich fängt der Ballon Feuer. Alle halten den Atem an, ist die Flucht schon zu Ende, bevor sie richtig begonnen hat. Beherzt löscht Peter Strelzyk den Brand. Dabei bemerken sie, dass in dem aus Regenschirmseide und Zeltnylon genähte Ballon ein großes Loch klafft. Trotzdem steigt der Ballon höher und höher, fast drei Kilometer in den nächtlichen Himmel. Durch das ständige Feuern mit Gas, aufgrund des Lecks im Ballon, geht ihnen schnell das Gas aus und die Flüchtlinge müssen landen. Genau um 3:00 Uhr, also nur 28 Minuten nach dem Start, gleitet der Ballon zu Boden.

Haben die Familien den rettenden Westen erreicht? Sie wissen es nicht. Erst durch die nahende Polizei erfahren die Familien die erlösenden Worte. Sie sind in Geisa im Westen und damit in der Freiheit gelandet. Die Nachricht der waghalsigen Flucht geht um die Welt. Es folgen Exklusivinterviews , ein Hollywoodfilm und ein Buch.

Familie Wetzel
Familie Wetzel nach der Flucht

Günther Wetzel, einer der Ballonflüchtlinge, erzählt die Geschichte der tollkühnen Ballonflucht. Er berichtet über die jahrelange Planung, die Ausführung und wie es den Familien nach der Flucht ergangen ist.

Vortrag mit Bildern am Freitag, 9. März um 19:30 Uhr.
Vorab- Führung durch die Dokumentationsstätte Regierungsbunker um 17.00 Uhr
Kosten: 9,- € pro Erwachsenem, ermäßigt: 6,- €, Kinder unter 12 Jahren frei
Eine Anmeldung ist Voraussetzung zur Teilnahme an der Veranstaltung.
Telefon: 02641.9117053 oder per
Email: bei Heike Hollunder
hollunder@dokumentationsstaette-regierungsbunker.eu


Zeitzeugen-Führungen
in der Dokumentationsstätte Regierungsbunker

im Rahmen der Ahrweiler Freiheitswochen 2018

Zeitzeugen
von links: Wolfgang Müller (Übungsteilnehmer), Rainer Bick (Ingenieur im Regierungsbunker), Walther Schürmann (Ingenieur im Regierungsbunker)

Am 10./11.und am 17./18. März jeweils um 11.00 Uhr und um 12:30 Uhr gibt es Sonderführungen mit Zeitzeugen, die entweder im ehemaligen Regierungsbunker gearbeitet oder an den Übungen teilgenommen haben. Eine Anmeldung für die Führungen ist Voraussetzung zur Teilnahme.

Anmeldung per Telefon: 02641.9117053 oder per
Email: bei Heike Hollunder
hollunder@dokumentationsstaette-regierungsbunker.eu


Spionage-Führungen für Eltern und Kinder
während der Ahrweiler Freiheitswochen 2018

Zeitzeugen-Führung


Im Rahmen der Ahrweiler Freiheitswochen finden am Sonntag, 11. März und am Sonntag 18. März, jeweils um 11.30 Uhr Spionage Führungen für Eltern und Kinder, ab sechs Jahre, statt. Auf ihrem Gang durch den ehemaligen Regierungsbunker lernen die Besucher die spannende Unterwelt aus der Zeit des Kalten Krieges kennen. An verschiedenen Stationen absolvieren die Kinder eine Agentenausbildung, lösen einen aufregenden Spionagefall im Regierungsbunker und erhalten ihren Agentenausweis. Genaue Beobachtung, Tarnung und körperliche Fitness sind gefragt.

Sonntag: 11. März Spionageführung um 11:30 Uhr
Sonntag: 18. März Spionageführung um 11:30 Uhr
Eine Anmeldung ist Voraussetzung zur Teilnahme

Anmeldung per Telefon: 02641.9117053 oder per
Email: bei Heike Hollunder
hollunder@dokumentationsstaette-regierungsbunker.eu


SpionAge
Ausstellung der Künstler Stephan Maria Glöckner, Kolja Senteur und Ulrich Schmidt-Contoli in der Dokumentationsstätte Regierungsbunker Bad Neuenahr-Ahrweiler, im Rahmen der 3. Ahrweiler Freiheitswochen 2018 - vom 16. März – 15. April 2018

SpionAge

Drei Künstler und Kreative, regional verwurzelt, widmen sich in einer Sonderausstellung in der Dokumentationsstätte Regierungsbunker dem Thema "SpionAge".

Geheimnisse zu haben, ist menschlich. Geheimnisse zu verraten, ist der Quell vieler Konflikte.

Ob aus persönlichen, wirtschaftlichen, militärischen oder politischen Gründen: Wer hinter die Geheimnisse von anderen kommen will, versucht das in der Regel mit vielfältigen Mitteln.
Doch wo endet die natürliche Neugierde und wo fängt gezielte Spionage an? Welche Facetten bietet das Thema in Zeiten von globaler Überwachung, Big Data und modernster Abhörtechnik? Und was treibt die Menschen, die Spionage betreiben – ob freiwillig oder unfreiwillig?

Stephan Maria Glöckner hat sich künstlerisch der Schrift in Form und Inhalt verschrieben. Er zerlegt und verdreht Worte und Buchstaben, setzt sie neu zusammen und verleiht ihnen andere Bedeutungen oder füllt sie mit subtilen Botschaften. Eigene Begriffe und Sprichworte setzt er in raffinierter Ausformung in Szene, auch in großformatigen Gemälden. Hier finden sich bei näherer Betrachtung häufig Netze ausgefeilter und filigraner Strukturen voller Symbole im Kontrast zum großen, weithin sichtbaren Hauptmotiv.
Den Themen Spionage und Bunker nähert er sich vor allem über die Wesensart, die sich hinter der Machtdemonstration von Schrift verbirgt. Typische Warnschilder und zu beachtende Hinweise persifliert er durch z.T. marginale Veränderungen oder platziert sie an unorthodoxen Stellen und verleiht ihnen damit einen neuen Duktus. Die ‚WAHRHIDE’ kommt eben nie ganz ans Licht. Etwas Geheimnisvolles bleibt immer. Auch in der Wirkung seiner Kunst.

Kolja Senteur widmet sich in seinen Arbeiten besonders dem Thema Paranoia. Wer überwacht wen? Wem ist zu trauen? Das Janusköpfige im Menschen tritt hierbei zum Vorschein. Seit jeher werden wir ausgehorcht, hintergangen und verraten. In der Nibelungen-Mythologie ist dies sogar das Hauptthema. Hat unsere Angst vor Unwissen und die Angst vor dem Unbekannten uns heute soweit getrieben, dass wir unserem Nachbarn nicht mehr trauen? Wer weiß was über uns? Wie viel haben wir via sozialer Netzwerke freiwillig preisgegeben? Entspricht die Neugierde als Ursprung der Spionage hierbei sogar der menschlichen Schwäche - dem Voyeurismus?
Und schließlich: Wie wichtig ist uns unsere Immunität? Sind wir bereit, andere auszuspionieren, damit wir Gewissheit über alles haben? Sind wir bereit, uns im Namen der Sicherheit durchleuchten zu lassen? Oder wie es jüngst ein Wahlplakat treffend ausdrückte: Warum interessiert sich der Staat für das, was ich nicht zu verbergen habe? Ein Kreislauf, der hochaktuell ist, und sich von der romantisierten Version des einsamen Agenten zu einer heute hochentwickelten Matrix erstreckt.
In der Gestaltung Senteurs Werke ist diese Auseinandersetzung zu finden. Da schauen große Augäpfel auf einen herab, der Spion wird vom Spion gejagt und am Ende doch kein bisschen Frieden...

Ulrich Schmidt-Contoli will sich in seinen Werken vor allem mit der Geschichte der Spionage auseinandersetzen. „Das Wort Spionage geht auf das lateinische Wort "spicare" (ausspähen) zurück, allerdings gab es Spione schon lange vor der Römerzeit. Nicht wenige Forscher bezeichnen die Spionage als "zweitältestes Gewerbe der Welt". Schon in der Steinzeit sollen sich konkurrierende Stämme beschattet haben, um geeignete Jagdgründe zu finden. Auch schon damals galt: Wissen ist Macht!“ In seinen metaphorischen Bildkompositionen möchte Schmidt-Contoli sowohl auf aktuelle Ereignisse eingehen als auch historische Bezüge schaffen. Vor zerfließenden Hintergründen, meistens komplementärfarben, setzt er geheimnisvolle Figuren und Chiffren, die zu einer eigenen Ikonographie führen.

Vom kleinen Schnüffler bis zum ausgebuffter Spitzel, vom Geheimagent bis zum Wirtschaftsspion - Spionage hat viele Gesichter. Was sind das für Persönlichkeiten die es sich zur Aufgabe gemacht haben, geheime Quellen offenzulegen? Was treibt sie an und wozu sind sie bereit?

Die Ausstellung SpionAGE gibt Antworten.


Vitae

Stephan Glöckner
Der 1961 in Neuss geborene, im Ahrtal aufgewachsene Künstler und Musiker ist studierter Grafik-Designer und Mitgründer der Bad Neuenahrer Werbeagentur shapefruit. Als Illustrator und Typograph hat er die Region maßgeblich mitgestaltet.
Die Logos der Stadt und der Klangwelle oder die Idee zum Unicef-Brunnen am Bad Neuenahrer Kreisverkehr sind ebenso Früchte seiner Kreativität wie das aktuelle Motto zur Landesgartenschau-Bewerbung ‚Das blühende Leben“ oder das vor 20 Jahren entworfene Signet der Telekom-Baskets.
Er bemalt Fassaden und Wände (Café Hahn Koblenz/Europ. Academy Bad Neuenahr-Ahrweiler) und begleitet die Ahrweiler Freiheitswochen künstlerisch. Performances, Workshops, Vorträge, Moderation von Festivals und Ausstellungen machten den vielfältig Kulturschaffenden und Träger des Bundesverdienstordens überregional bekannt.
Sein visuelles Hauptthema ist Schrift in Form und Inhalt. Seine stilbildende Beschäftigung mit dem Thema fand bereits nach seinem Studium Nahrung in einem Lehrauftrag für Schrift an der Fachhochschule Trier.
Jede Woche veröffentlicht er über Facebook ein inzwischen stark beachtetes WORTEIL, eine Art Schriftkarikatur, die sich mit zeitgenössischen Fragen und Inhalten unseres täglichen Lebens kritisch auseinandersetzt
Seit 2013 teilt er sich mit 3 Künstlerkollegen das Marienthaler Atelier im Ahrtal, wo ständig neue Arbeiten entstehen und ausgestellt sind.

Kolja Senteur
1975 in der Kreisstadt geboren, besuchte nach der mittleren Reife die Fachschule für Gebrauchsgrafik in Rheinbach. Er studierte in Köln Design, schloss hier mit Diplom ab, bevor er 2003 die Leitung der Malschule Roos übernahm. Senteur lebt und arbeitet in Ahrweiler, beheimatet im "Weißen Turm" malt er vorwiegend an realistischen Sujets und Portraits. Ausstellungen in Köln, Essen und Belgien, vor allem die Teilnahme an der Retrospektive "Deutscher Pop" machte ihn einem größeren Publikum bekannt. Gruppenausstellungen mit Heiner Meyer, Moritz Götze und Hans Scheib. 

Ulrich E. K. Schmidt-Contoli
1967 in Darmstadt geboren, Studium der Architektur an der FH Darmstadt, lebt und arbeitet seit 2009 als freiberuflicher Kommunikationsdesigner und Illustrator in Ahrweiler
1996-2005 tätig als Architekt und Illustrator/Screen-Designer
seit 2005 Art Direction in einer Agentur für Corporate Publishing und Public Relations
seit 2010 Mitglied der Are-Gilde, Bad Neuenahr-Ahrweiler
Teilnahme an mehreren Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen im Landkreis Ahrweiler u.a. Kunstsalon Remagen, ArtAhr Sinzig, Regionale Remagen

 

 
















 

 













































































 
     

Europa Nostra
Ausgezeichnet mit dem
"Europa Nostra" Preis 2009
Dokumentationsstätte
Regierungsbunker
Am Silberberg 0
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel 02641 / 9117053
regierungsbunker@alt-ahrweiler.de

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